Cote Azure in drei Tagen, Nizza – St.Tropez – Cannes

St. Tropez



So, der Winter ist vorbei und damit meine Schreibfaulheit auch, obwohl ich einiges zu berichten haette, war ich doch schliesslich in Cervinia, Pila, und Val Thorens Snowboard fahren und hab nebenbei ueber neujahr zum erstenmal die Staaten besucht. naja egal

Shop St. Tropez
Shop – St. Tropez



Was macht man wenn man mehr oder weniger drei Tage frei hat und Ligurien schon zu genüge kennt, das Motorrad vor der Tür steht und die Sonne lacht? Richtig, Man fährt einfach weiter die Küste entlang. Entweder Richtung Osten (Toskana) oder Westen. Für mich ging es diesmal Richtung Westen. Das angepeilte Endziel sollte diesmal St. Tropez sein. Mal sehen warum alle Welt davon schwärmt.

Also hab Mittwoch morgens schnell ne Zahnbürste und Badehose in Rucksack geschmissen und ab geht’s auf die Autobahn Richtung Frankreich, das Gebührenticket in meiner Tanktasche lacht mich an. Ca. 20 Euro werdens wohl sein auf Italienischer Seite. Ich hab mir sagen lassen das dies das Teuerste Stück Autobahn sei wegen der vielen Brücken und Tunnel. Vorbei an San Remo und Monaco, das kenne ich ja schon. Auf der Hoehe von Nizza wird mir die Autobahn zu langweilig und vorallendingen zu nervig. Bei den Franzosen zahlt man immer im voraus ein paar Kröten für jedes zu fahrende Stück. Wohl dem der viel Kleingeld parat hat.
Ich biege also nach Nizza ab, in der Innenstadt nehme ich bei Maces schnell was zu mir und genieße die Sonne für ne knappe Stunde an der Strandpromenade + Café au Lait und Croissant. Danach gehts weiter die Kueste entlang. Das ist nicht so schoen wie ichs mir dachte, denn ein Touristenort mit Megahotels folgt dem anderen. Also nehm ich nochmal die Autobahn bis Frejeus. Das letze Stueck in Richtung zur Bucht von St. Tropez ist sehr schoen zu fahren, das denken sich wohl auch die Kollonnen von anderen Verkehrsteilnehmern hier. Dank Motorrad und Suedlaendischem Fahrstil gehts aber doch gut vorran.
Da die Uhr schon auf die Vier zugeht, beschließe ich in St. Maxim zu nächtigen um wenigstens erst mal meine Klamotten loszuwerden (Rucksack, Boots etc) und buche grad nen Zimmer im erstbesten Hotel. St, Maxim liegt just auf der anderen Seite der Bucht von St. Tropez.

Marktplatz St. Maxim
Marktplatz St. Maxim

Nach einer kleinen Erfrischung und mit etwas sommertauglicherem Outfit erkunde ich das kleine Badeoertchen St. Maxim. Hafen, Casino, Promenade mit vielen Bars und Restaurants, Marktplatz + Spar, Altstadt aus ca 5. Gaesschen ein paar Hotels. Erledigt. Da es noch schoen ist fahre ich doch noch die restlichen Kilometerchen um mal in St. Tropez vorbei zuschauen. Dort schlendere ich an teuren Boutiquen vorbei gönne mir ein 4 Euro Eis und schaue mir das Treiben im Hafen an. Das Eis befinde ich schmeckt hervorragend. Es liegen ein paar netten Jachten dort und mangelt nicht an Reichen und denen die so tun als ob. Da ich nur das Dunkle Visier dabei hab, gehts gegen 8 wieder Richtung Hotel.
Am Abend schlendre ich etwas durch St. Maxim. In einer der Bars wird Fußball (Inter -Barca) übertragen und ich nehme nen Bier. Ich komme über das Spiel mit zwei Italienern ins Gespräch. Originale Pizzaspezialisten aus Neapoli und Bari (Süditalien). Auf die Frage was ich so mache hat der Bari-Ragazzo gleich ein Problem mit seinem W-Lan auf dem Herzen. Ich willige ein ihm zu helfen am nächsten Tag, natürlich nicht ohne eine Pizza nach Wunsch rauszuhandeln. Inter gönnt jedenfalls Barca eine Ehrentreffer, welche wg. schlechtem Hinspiel ohnehin kaum eine Chance haben. Nach einem kurzen Abstecher im Casino wo sie Roullette- und Blackjack-Tische haben + diverse Automaten haben, verbringe ich dem Abend in einem Club namens Onze (11)-Lounge, wo sich noch andere Touristen und Einheimische vergnügen.

Hafen St. Maxim
Hafen St. Maxim



Nach kurzer Nacht und mit dickem Kopf trotz Frühstück, beginne ich den nächsten Tag zunächst faul am Strand. Die Sonne brennt erbarmungslos und ich versuche etwas zu lesen. Gegen Mittag nehme ich ein Sirolin in einem französischem Restaurant zu mir, was meinen Kater endgültig vertreibt. Da meldet sich Carlo der Pizza Bäcker aus Bari, und will tatsächlich noch sein WLAN fixen. Wir fahren mit dem Auto ins nächste McDonald wo es Wlan, für die Ragazzi was zu essen und fuer mich eine riesige Cola gibt. Das WLAN einrichten funktioniert anstandslos, Carlo freut sich übers Internet und ich mich auf meine Gratis-Pizza.
Am Nachmittag nehme ich die Fähre nach SanTropez um das etwas genauer zu erkunden. Da mir das eis so gestern mundete nehme ich gleich noch eine doppelte Portion. Man merke: Ein Mischung aus Longdrinks, als wäre das Ende der Welt gar mehr so long hin, am Abend zuvor, + Riesen Cola + Riesen Eis => Übelkeit. Na Toll, und ich muss auch noch mit dem scheiß Boot zurück! Nachdem ich mich 20 min im Schatten auf einer Bank ausruhe 2-3 Gassen abgelaufen und mich an einem Brunnen erfrische gehts aber wieder 🙂

Kirche St. Tropez
Kirche – St. Tropez

Ich mache ein Paar Bilder im Oertchen und nehme noch nen Cafe au lait im Hafen wo sich unterschiedlichste Menschen herumtreiben. Einheimische und Touristen, alle möglichen Nationalitäten, Reiche Yuppies und bunte Künstler. Gegen 6 will ich auf die Fähre doch die verkaufen nur bis 5 Tickets am Haeusschen. Doch kein Problem die nehmen auch bares an Bord.
Am Abend zurück in St. Maxim entscheide ich mich gegen meine Gratis-Pizza, inspiriert von den Gerichten die mich ueberall anduften. Wenn schon in Frankreich, dennschon, und so bin ich mutig und bestelle Dorade au retour. Anscheinend ein Fischgericht. Sehr lecker, keine Greten. Dazu gibts Aubergine (oder so aehnlich) im Tomatenmix gegrillt + Salat und etwas Rotwein. Mittlerweile kenne ich die deutsche Bezeichnung: Goldbrasse. Nachdem guten Essen ziehe ich noch etwas weiter, schaue mir zu nem Bier ne Live-band an treffe nochmal die Italiener, verbringe noch ne halbe Stunde im Casino und auf nen Guten-Nacht-Drink im Onze-Lounge vorbei.

Kino – Cannes
Estrelle
Estrelle

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück und aus-checken fahre ich über Frejeux nach Cannes. Diese Strecke (RueNational) kann ich nur jedem Krad-Fahrer empfehlen der in der Gegend ist. Astreiner Straßenbelag, schöne Kurven durch die Berge, herrliche Gegend und das Beste: biss auf ein paar Radfahrer kaum Verkehr. In diesem wunderschönen Niemandsland mach ich nach ein paar heissen abschitten Pause in/im „Estrelle“ (weis nicht ob der ort oder nur das Bistro so heißt).

Hotel de Ville - Cannes
Eisenschwein vorm Hotel de Ville – Cannes

Bis Cannes sind es wohl noch 20 min. Dort fahre ich direkt in die Innenstadt und nehme vorm „Hotel du Ville“ nen zweites Frühstück und schlendre noch ne halbe Stunde durch die City und ueber den (Blumen-) Markt und dann gehts ab nach Hause. Heut Abend ist Nachtschicht angesagt.

3 Kommentare bisher »

  1. Gabriele Rode sagt

    am 20. Mai 2010 @ 18:59

    Wenn es mit der Informatik zu langweilig wird, dann kannst du Reiseberichte für die Touris schreiben. Das war doch ein durchaus inspirierender Bericht in einem angenehmen Stil verfasst. Wer jetzt nicht Lust auf St.Tropez hat, der ist selber Schuld oder traut dem Euro gar nicht mehr. ………

  2. Luise sagt

    am 22. Mai 2010 @ 9:46

    Naaaaaaaaaaaaaaa 😉
    Björn auf Reise in der großen weiten Welt 😉
    Nen schicken Ausflug haste da gemacht, schön schön… Ich will aaaaauuuuch 😉

    Ich würd ja sagen beim nächsten mal komm ich mit, aber ich kann leider auf deinem „Eisenschwein“ nicht fahren, du „Hell-biker“ 😉

    Ich hoffe dir jet es jut, dat wär schöin 😉
    dat war et auch von mir aus kölle 😉
    fühl dir gedrückt 😉
    küsschen, deine „neidische“ Schwester 😉

  3. Hotels Saint Tropez sagt

    am 7. Juni 2010 @ 11:37

    Saint Tropez is magnificent, the views it shares are just amazing. I really love to climb on the highest spot there and admire the surroundings.

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